Umsatz gesteigert

Leifheit AG

Die Leifheit AG veröffentlichte am 24. März die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020.

Die Leifheit AG veröffentlichte am 24. März die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 und teilte mit, dass der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 271,6 Millionen Euro erwirtschaften konnte.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 16,0 Prozent (2019: 234,0 Millionen Euro). Dabei verzeichnete das Unternehmen in allen Regionen ein zweistelliges Wachstum. Besonders erfreulich ist hierbei die Entwicklung im Heimatmarkt Deutschland. Hier gelang nach einer zuletzt rückläufigen Umsatzentwicklung im Jahr 2020 der Turnaround. So erzielte der Leifheit-Konzern in Deutschland auf Jahressicht einen Umsatz in Höhe von 107,2 Millionen Euro, was einer Steigerung von 14,6 Prozent entspricht (2019: 93,5 Millionen Euro). Daneben erzielte der Leifheit-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 18,8 Millionen Euro und konnte damit das Konzern-EBIT im Vorjahresvergleich fast verdoppeln (2019: 9,9 Millionen Euro).

Henner Rinsche, Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG, bewertet das Geschäftsjahr 2020 entsprechend positiv: "Wir haben im Jahr 2020 eine klare Trendwende bei Umsatz, Marge und EBIT erreicht. Dabei ist es uns gelungen, auf Basis unseres europäischen Produktions- und Logistik-Footprint unsere Kunden trotz der pandemiebedingten Herausforderungen in der Supply Chain verlässlich zu beliefern. Eine Herausforderung ist geblieben: der sowohl wachstums- wie auch pandemiebedingte Anstieg des Working Capital ging zu Lasten des Cashflows. An der Verbesserung des Cashflows werden wir 2021 weiter fokussiert arbeiten. Dass wir mit unserer Wachstumsstrategie "Scaling Up Success" spürbare Fortschritte erreichen können, haben wir 2020 unter Beweis gestellt. Wir haben neben den verstärkten Investitionen in Verbraucherwerbung auch zusätzliche Rationalisierungsmaßnahmen umgesetzt und damit weitere wichtige Weichenstellungen zur Steigerung der Verbrauchernachfrage sowie zur Verbesserung der Margen- und Kostensituation im Jahr 2021 auf den Weg gebracht."

Im Segment Household mit der Marke Leifheit konnte der Leifheit-Konzern den Umsatz um 17,0 Prozent auf 213,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern (2019: 182,0 Millionen Euro). Damit trug das Segment Household mit 78,5 Prozent zum Konzernumsatz bei (2019: 77,8 Prozent). Besonders die Kategorien Reinigen und Wäschepflege trugen zu dem starken Wachstum des Segments bei, was zum einen in der erfolgreichen TV-Werbekampagne des Jahres 2020 begründet ist und zum anderen das erhöhte Hygienebedürfnis der Verbraucher widerspiegelt.

Auch in der Kategorie Küche profitierte der Leifheit-Konzern vom pandemiebedingt veränderten Verbraucherverhalten. Dadurch, dass Menschen aktuell vermehrt zu Hause kochen, erhöhen sich auch deren Ausgaben für Küchenprodukte.

Im bedeutend kleineren Segment Wellbeing mit der Marke Soehnle stiegen die Umsatzerlöse von 19,8 Millionen Euro in 2019 um 33,7 Prozent auf 26,5 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 9,8 Prozent. Wesentlich zu dieser positiven Umsatzentwicklung beigetragen haben zum einen das starke Wachstum bei Soehnle Küchenwaagen sowie die während der Pandemie verstärkt nachgefragten Soehnle Luftreiniger, welche die Luft von Allergenen befreien sowie Viren und Bakterien bekämpfen.

Im Private-Label-Segment blieb der Umsatz mit den französischen Tochterunternehmen Birambeau und Herby im Jahr 2020 mit 32,0 Millionen Euro stabil (2019: 32, Millionen Euro). Zwar war der für dieses Segment wichtige Kernmarkt Frankreich stark von den Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie betroffen. Gleichzeitig konnte dieser Negativeffekt durch Neukundengewinnung abgeschwächt werden.

Die Kapitalstruktur des Leifheit-Konzerns blieb auch 2020 solide. Zum 31. Dezember 2020 erreichte das Unternehmen eine Liquidität von 38,8 Millionen Euro (2019: 50,3 Millionen Euro). Das Eigenkapital stieg leicht und belief sich zum Stichtag auf 100,4 Millionen Euro (2019: 96,2 Millionen Euro). Aufgrund der gleichzeitig gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote mit 43,7 Prozent leicht unter dem Wert des Vorjahres (2019: 44,8 Prozent). Wie in den Vorjahren, hatte Leifheit zum Ende des Geschäftsjahres 2020 keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2021 für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von 1,05 Euro je Stückaktie vor. Nachdem die Ausschüttung im Jahr 2020 aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise 0,55 Euro je dividendenberechtige Aktie betragen hatte, knüpft Leifheit damit wieder an die verlässliche Dividendenpolitik der vergangenen Jahre an.

Im laufenden Geschäftsjahr wird der Leifheit-Konzern die Umsetzung der Wachstumsstrategie weiter voranzutreiben: „Zu Jahresbeginn 2021 sind unsere TV-Kampagnen für unsere mit dem Testurteil ,sehr gut' ausgezeichneten Bestseller erfolgreich angelaufen, so dass wir umsatzseitig gut in das neue Jahr gestartet sind. Dabei weiten wir die Aktivitäten auch auf die Marke Soehnle sowie weitere europäische Märkte aus", so Henner Rinsche. „Zugleich sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin spürbar. So stellen uns die aktuell deutlich gestiegenen Stahl- und Kunststoffpreise, die angespannte Situation im Seefrachtbereich sowie pandemiebedingte Kostensteigerungen in unserem Werk im tschechischen Blatná vor Herausforderungen. Dies werden wir weiter eng beobachten und effektiv gegensteuern. Um unsere Lieferfähigkeit sicherzustellen, haben wir beispielsweise bereits Ende 2020 unsere Bestände hochgefahren und sehen uns für die umfangreichen Werbekampagnen in diesem Jahr gut gerüstet. So sind wir zuversichtlich, dass wir im laufenden Geschäftsjahr an den positiven Wachstumstrend des Vorjahres anknüpfen können."

Vor dem Hintergrund der nach derzeitigem Stand für 2021 erwarteten weltweiten wirtschaftlichen Erholung und der schrittweisen Aufhebung der umfangreichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in den nächsten Wochen, rechnet der Vorstand der Leifheit AG für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Wachstum des Konzernumsatzes um mindestens 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Leifheit-Konzern wird sich weiter darauf konzentrieren, dass Kerngeschäft mit den Marken Leifheit und Soehnle mittels verstärkter Verbraucherwerbung weiter auszubauen. Gleichzeitig rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 mit einem EBIT zwischen 20 und 24 Millionen Euro. Foto: Leifheit

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