Umfrage zum Thema Verkaufsoffener Sonntag

Handelsverbands Baden-Württemberg, HBW

Im Rahmen einer Blitzumfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) bei etwa 150 Einzelhändlern gaben knapp 70 Prozent der Befragten an, an einem Verkaufsoffenen Sonntag deutliche Mehreinnahmen zu verzeichnen.

Im Rahmen einer Blitzumfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) bei etwa 150 Einzelhändlern gaben knapp 70 Prozent der Befragten an, an einem Verkaufsoffenen Sonntag deutliche Mehreinnahmen zu verzeichnen.

Dazu sagt die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), Sabine Hagmann: „Angesichts der Transformation im Handel, der steigenden Einkäufe gerade am Sonntag im E-Commerce und der sinkenden Attraktivität der Innenstädte sind wir der Ansicht, dass ein bis drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr im Interesse aller im Handel Tätigen zumutbar sind.“

Zudem hat sich eine große Mehrheit der befragten Händler für eine Lockerung beziehungsweise komplette Abschaffung der derzeitigen Anforderungen an den Anlassbezug eines verkaufsoffenen Sonntags ausgesprochen.

„Für mich ist der verkaufsoffene Sonntag der umsatzstärkste Tag im ganzen Jahr“, schreibt ein Händler. Ein anderer betont: „Der verkaufsoffene Sonntag ist ein wichtiges Marketinginstrument nicht nur für diesen Tag, sondern auch, um sich neuen Kunden überhaupt zu zeigen und zu präsentieren.“

HBW-Hauptgeschäftsführerin Hagmann verdeutlicht angesichts der Umfrageergebnisse: „Wir brauchen diese Flexibilität an Sonntagen, an denen übrigens am meisten im Netz gekauft wird – aber vom Sofa aus!“

Die Gewerkschaft ver.di führt seit Jahren einen erbitterten Streit mit einigen Kommunen in Baden-Württemberg um verkaufsoffene Sonntage. Kürzlich hat das oberste Verwaltungsgericht im Land, der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim, in Ludwigsburg zwei von der Stadt genehmigte Sonntagsverkäufe verboten – nach einer Klage von ver.di.

Konkret ging es in Ludwigsburg um Veranstaltungen, die im Frühjahr und Herbst stattfinden sollten. Dort gibt es regelmäßig eine Oldtimer-Sternfahrt, die auf dem Parkplatz eines großen Einkaufszentrums beginnt – aus diesem Anlass durften auch naheliegende Märkte öffnen.

Die Richter urteilten nun: „Veranstaltungen können nur dann Anlass einer sonntäglichen Öffnung von Verkaufsstellen sein, wenn sie selbst einen beträchtlichen Besucherstrom anziehen.“ Sie dürften nicht gegenüber der Sonntagsöffnung in den Hintergrund gedrängt werden. „Reine Alibiveranstaltungen sind unzulässig, die lediglich dazu dienen, einen Vorwand zu schaffen“, urteilten die Richter. Foto: Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW)

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