Planungssicherheit für Weihnachtsmärkte gefordert

Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V.

Verband fordert Planungssicherheit für Weihnachtsmärkte .

Mit einem Brief hat sich der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller mit Sitz in Olbernhau an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gewandt.

Wichtigste Forderung: „Um die wirtschaftliche Existenz der Mitglieder des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht weiter zu gefährden, benötigen wir klare, rechtzeitige und vor allem positive Aussagen zur Durchführung der Weihnachtsmärkte und Fachmessen.“

Der Verband besteht aus 56 direkten Mitgliedsbetrieben des Erzgebirgischen Kunsthandwerks®. Weiterhin betreut der Verband den Fachhandelsring Erzgebirgischer Volkskunst®, welcher deutschlandweit ca. 100 Fachgeschäfte vereint. Darüber hinaus besteht eine enge Verbindung zur DREGENO Seiffen e.G., welche nochmals mehr als 100, vor allem kleinere Handwerksbetriebe unter dem Dach der Genossenschaft bündelt. Insgesamt geht der Verband von ca. 2.000 Arbeitsplätzen aus, die direkt an die Herstellung der Erzgebirgischen Volkskunst® gebunden sind.

Verband befürchtet Umsatzeinbrüche

„Auch wenn das Hauptgeschäft der Branche im 4. Quartal stattfindet, befürchten wir starke Umsatzeinbrüche durch die Pandemie, vor allem, wenn die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nicht stattfinden sollten“, sagt Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther. „Durch die aktuelle Planungsunsicherheit kam es von Seiten vieler Händler bereits zu Auftragsstornierungen. Auch das direkte Exportgeschäft ist sehr stark eingebrochen. Viele Hersteller haben Kurzarbeit angemeldet.“

Fehlender Tourismus beeinträchtigt Verkauf

Zudem ist die Erzgebirgische Volkskunst im gesamten Freistaat Sachsen ein wichtiger Tourismusfaktor. Aufgrund der Einschränkungen in der Tourismusbranche wird es trotz der derzeitig beschlossenen Lockerungen zu weiteren spürbaren Umsatzeinbrüchen während der Sommersaison kommen, nicht zuletzt auch „weil unsere Erzgebirgischen Erzeugnisse als traditionsreiches deutsches und sächsisches Kulturgut bei ausländischen Gästen sehr beliebt sind und davon auszugehen ist, dass der internationale Tourismus mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Ende des Jahres sehr stark eingeschränkt bleiben wird“, wie Frederic Günther ergänzt.

Weihnachtsmärkte als Schaufenster der Branche

Umso wichtiger ist für die Erzgebirgische Holzkunstbranche die Planungssicherheit für das Saisongeschäft im letzten Quartal des Jahres. Von essenzieller Bedeutung für Händler und Hersteller sind dabei insbesondere die Weihnachtsmärkte und Fachmessen. „Diese sind nicht nur als reiner Umsatzfaktor zu betrachten, sondern auch als wichtiges Schaufenster unserer Branche“, sagt Frederic Günther. Auf vielen Weihnachtsmärkten zeugen Handwerksvorführungen von der einzigartigen Kunst, und meterhohe Pyramiden werden als Symbol der jahrhundertealten erzgebirgischen Weihnachtstradition aufgestellt. „Um eine entsprechende Warenbereitstellung für die Weihnachtsmärkte zu gewährleisten, ist auch der langfristige Herstellungsprozess unserer handwerklichen Erzeugnisse zu berücksichtigen“, sagt der Verbandsgeschäftsführer und unterstreicht: „Die Branche benötigt innerhalb des nächsten Monats eine positive Aussage zu den Weihnachtsmärkten, um ihr Produktionsaufkommen dementsprechend auszurichten.“

Dresdner Striezelmarkt als Praxisbeispiel

In seinem Brief an Ministerpräsident Kretschmer erklärt sich der Verband bereit, an einem Konzept zur Durchführung der Weihnachtsmärkte mitzuarbeiten. Als praktisches Beispiel wird der Dresdner Striezelmarkt genannt, den der Verband seit Jahrzehnten als Partner begleitet. Er ist der älteste und einer der beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands und sendet eine hohe Strahlkraft an alle anderen Märkte aus. Im Schnitt sind allein hier ca. 30 Hersteller und Händler der original Erzgebirgischen Volkskunst® vertreten. Hygienische Maßnahmen sollten problemlos umgesetzt werden können, ein genaues Konzept soll in Verbindung mit der zukünftigen Arbeitsgruppe erstellt werden.

Verband als Kommunikator für Weihnachtsmärkte in ganz Sachsen

Darüber hinaus kann der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. auch als wichtiger Kommunikator für die diesjährige Organisation der Weihnachtsmärkte unter den besonderen Umständen gesehen werden. Sachsenweit gibt es kaum einen Weihnachtsmarkt ohne Beteiligung eines Branchenvertreters, und auch in vielen anderen deutschen Städten von Erfurt bis Lübeck und Berlin gehören die Stände mit Erzgebirgischer Volkskunst zum Bild zahlreicher Weihnachtsmärkte. Insgesamt geht der Verband von ca. 200 Marktständen Erzgebirgischer Volkskunst® aus. „Jeder einzelne Weihnachtsmarkt sollte individuell nach seinen Möglichkeiten geprüft werden“, sagt Frederic Günther. „Dabei stehen wir als Verband den Entscheidungsträgern gern mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung zur Seite.“ Foto: Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V.

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