Markt für Glas, Porzellan, Keramik und Hausrat 2018 leicht rückläufig

IFH Köln

Der neue „Branchenfokus GPK/Hausrat 2019“ des IFH Köln und der BBE Handelsberatung ist erschienen.

2018 erzielte der Markt für Glas, Porzellan, Keramik und Hausrat (GPK) ein Umsatzvolumen von 6,16 Milliarden Euro. Trotz leichtem Umsatzminus von 0,8 Prozent ist das Ergebnis für die Branche im Vergleich zum Vorjahr zufriedenstellend.

Die erreichten 6 Milliarden Euro sind allerdings durchaus akzeptabel,  Das veränderte Nutzerverhalten und mangelndes Produktinteresse gefährden den Markt auch weiterhin, sodass. Das zeigt der neue „Branchenfokus GPK/Hausrat 2019“ des IFH Köln und der BBE Handelsberatung.

Marktanteile der Vertriebswege in ProzentEin Blick auf die Marktsegmentebene zeigt: Von zehn Teilmärkten liegen sechs im Plus, vier schreiben rote Zahlen. Obwohl die beiden Umsatzschwergewichte „Ziergegenstände/Geschenkartikel“ und „Sonstiger Hausrat“ positiv ausfallen, reicht es nicht für ein Wachstum im Gesamtmarkt aus. Dafür fallen die Umsatzrückgänge bei „Geschirr“ und „Koch-/Brat-/Backgeschirr“ mit einem Gesamtmarktanteil von zusammen knapp 24 Prozent zu stark aus.

„Die positive demographische Entwicklung erzeugt zwar Zusatzbedarfe, trägt aber mittelfristig nicht zu einer positiven Umsatzentwicklung bei. Die Grundausstattung der Haushalte mit GPK und Hausrat wird erfahrungsgemäß preiswert über IKEA oder Discounter gedeckt und macht sich in der Menge, im Wert jedoch kaum bemerkbar“, so Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

 

Fachhandel fällt zurück

Insgesamt fällt der Fachhandel mit seinen drei Linien GPK-/Hausrat-/Geschenkartikelfachhandel in der Gunst der Verbraucher weiter zurück. Große mehrteilige Porzellanservices werden immer weniger nachgefragt. Im Preiskampf mit anderen Vertriebslinien können Fachanbieter perspektivisch nicht mithalten. Mit neuen Konzepten und eigenen Produktlinien könnte der Rückgang zumindest gebremst werden. Zudem eröffnen sich durch eine entsprechende Onlinepräsenz Cross-Channel-Potenziale, um Einzugsgebiete zu erweitern und die generelle Aufmerksamkeit zu erhöhen.

„Offensichtlich bieten klassische Fachhandelskonzepte den Verbrauchern zu wenig Kaufanreize. Die Konsumenten sehnen sich nach Erlebnis. Wird eine neue Dependance „Concept-Store“ genannt und bieten die Verkaufsräume ein modernes Erscheinungsbild, dann pilgert vor allem auch die Generationen Y und Z in die Läden. Wenn die Atmosphäre stimmt, sind auch höhere Margen durchsetzbar,“ verdeutlicht Stefan-Charles Jahner, Consultant bei der BBE Handelsberatung. Foto: IFH Köln

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