Konsumzurückhaltung steigt wieder

IFH Köln

Aktuelle Befragung des Corona Consumer Check zum Ausgabeverhalten der Konsumenten im Juli 2021

Eine aktuelle Befragung des Corona Consumer Check beleuchtet das Ausgabeverhalten der Konsumenten im Juli 2021 und zeigt: Produktkäufe werden branchenübergreifend wieder vermehrt verschoben. Viele hinterfragen auch zunehmend ihren Konsum.

Die Coronalage in Deutschland hat sich nach einer kurzen Entspannung in den letzten Wochen wieder verschärft. Am Einkaufsverhalten hat sich bisher aufgrund der anhaltenden Lage noch wenig verändert – der erhoffte Run auf die stationären Geschäfte ist bislang ausgeblieben. Doch wie beeinflusst diese Zurückhaltung das Ausgabeverhalten der Konsumenten? Der aktuelle Corona Consumer Check nimmt den Status quo des Ausgabeverhaltens im Juli 2021 genauer unter die Lupe. Fazit: Die Konsumzurückhaltung kehrt allmählich zurück, sodass Anschaffungen wieder vermehrt verschoben werden – und zwar branchenübergreifend. Zudem hinterfragen Konsumenten vielfach ihre Konsumgewohnheiten.

Anschaffungen verschoben
Haben Sie während der Coronakrise Anschaffungen verschoben?Zu Beginn der Coronapandemie und des ersten Lockdowns 2020 haben viele Konsumenten Anschaffungen und Produktkäufe verschoben. Obwohl einiges im Laufe des vergangenen Jahres nachgeholt wurde, hält der Trend auch im zweiten Jahr der Pandemie weiter an. So ist die Konsumzurückhaltung im Juli 2021 durch den langen zweiten Lockdown wieder angestiegen. Knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) gibt an, aktuell Anschaffungen zu verschieben. Grund hierfür sind trotz Lockerungen immer noch Ängste und Sorgen um die finanzielle Zukunft, die unverändert bei rund 30 Prozent der Befragten vorherrschen.

Branchenübergreifende Zurückhaltung
Wofür haben Sie in der Coronakrise Geld ausgegeben?Über alle Branchen hinweg haben Konsumenten weniger Geld ausgegeben als noch vor der Coronakrise. Insbesondere bei Bekleidung wurde gespart: 41 Prozent der Befragten gaben in der Coronazeit weniger Geld für Fashion & Accessoires aus. Aber auch bei Wohnen & Einrichten tätigen Konsumenten aktuell geringere Ausgaben: Ein Drittel (34 Prozent) gibt momentan weniger Geld aus als noch vor der Pandemie.

Konsum wird hinterfragt
Wie viele Produkte brauche ich wirklich?Knapp die Hälfte der befragten Konsumenten hat durch die coronabedingten Beschränkungen realisiert, dass sie auf Konsum teilweise verzichten können. So haben 47 Prozent der Befragten gemerkt, dass sie gar nicht so viele Produkte benötigen. Auch der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen fällt der Konsumverzicht nicht unbedingt schwer: 43 Prozent realisieren, dass sie auch mit weniger Produkten auskommen können. Fotos: IfH Köln

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