Drastische Maßnahmen zur Zukunftssicherung

Im Mittelpunkt steht in Meissen die nachhaltige Sicherung des einzigartigen kulturellen Erbes.

Um den Herausforderungen des Marktes und der konjunkturellen Entwicklung zu begegnen, nimmt die Porzellanmanufaktur Meissen strategische Anpassungen vor: Die Stellenzahl reduziert sich von 619 auf 418, nicht profitable Standorte werden geschlossen. Im Mittelpunkt stehen dabei die nachhaltige Sicherung des einzigartigen kulturellen Erbes und der Erhalt der kunsthandwerklichen Porzellanherstellung am Standort Meißen.

In den letzten beiden Jahren wurde die Neuausrichtung der Porzellanmanufaktur Meissen bereits intensiv betrieben. Das Produktportfolio konzentriert sich auf Porzellan, neue Formen und Dekore tragen zur Modernisierung bei. Dringend notwendige Investitionen in den Standort, beispielsweise durch Modernisierung der Brennöfen, Maschinen und Gebäude wurden realisiert und Prozesse optimiert. Das Markenbild wurde umfassend modernisiert. In Dresden finden Kunden aus aller Welt Meissener Porzellan in einem zentralen Signature Store in unmittelbarer Nähe der Frauenkirche.

Wachstumsziele nicht erreicht
Das schwierige Umfeld in der Porzellanbranche und ein erwarteter wirtschaftlicher Abschwung zwingen zu einer Anpassung der Wachstumsaussichten. Die Manufaktur verzeichnete zwar in den letzten Jahren leichte Umsatzsteigerungen, erreichte aber die ambitionierten Wachstumsziele nicht. Für den langfristigen Erhalt der Manufaktur sind daher Anpassungen bei Strukturen und Kosten erforderlich. Meissen wird sich von nicht profitablen Standorten trennen sowie Direktbetreuung und E-Commerce ausbauen.

Die Zahl der Stellen wird sich um ein knappes Drittel reduzieren. Das geschieht im Rahmen eines Interessensausgleichs sozialverträglich gemeinsam mit dem Betriebsrat sowie über reguläre Altersabgänge. Die Ausbildung junger Mitarbeiter bleibt von diesen Maßnahmen unberührt. Weiterhin sollen bis zu zehn Mitarbeiter jährlich zur Zukunftssicherung des Meissener Kunsthandwerks aus der betriebseigenen Maler- und Keramiker-Ausbildung übernommen werden.

Aus Sicht von Geschäftsführung und Aufsichtsrat sind diese Maßnahmen für den dauerhaften Erhalt der Manufaktur zwingend notwendig. Entscheidend sei, dass die Manufaktur nicht mehr Geld ausgibt als sie erwirtschaftet und in Zukunft trotz schwierigem Marktumfeld bestehen kann. Bild: STAATLICHE PORZELLAN-MANUFAKTUR MEISSEN

Zurück

Aktionen rund um die Nachricht

Drucken  Die Nachricht drucken

RSS-Feed bestellen  RSS-Fead: abonnieren
Verfolgen Sie die neuesten Artikel in Ihrem RSS-Reader oder E-Mail-Programm.