Umsatzwachstum wird angestrebt

Leifheit AG

Markengeschäft profitiert vom Erfolg der Marke Leifheit

Wie der Leifheit-Konzern Ende März 2018 mitteilte, haben die Nassauer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz in Höhe von 236,8 Millionen Euro erzielt und schließen damit in etwa auf Vorjahresniveau (2016: 237,1 Millionen Euro) ab.

Dazu sagte Thomas Radke, Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG: „Unser Geschäft blieb im vergangenen Jahr hinter unseren Erwartungen zurück, da wir nicht alle unerwarteten Herausforderungen mit kurzfristigen Maßnahmen abfedern konnten. Gleichwohl sind wir mit der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie ,Leifheit 2020' grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Dies zeigt sich besonders in der wiederum positiven Entwicklung des Vertriebskanals E-Commerce und den deutlichen Wachstumsimpulsen, die durch die Einführung neuer, verbraucherorientierter Produkte im Markengeschäft gesetzt wurden.“

Vor allem das negative Fremdwährungsergebnis sowie gestiegene Materialpreise, aber auch geplante Aufwendungen für die Neuausrichtung des Vertriebs drückten das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) unter den Vorjahreswert (2016: 21,1 Millionen Euro) auf 18,8 Millionen Euro. Damit blieb das EBIT im Prognose-Korridor. Für das laufende Geschäftsjahr strebt Leifheit wieder ein Wachstum des Konzernumsatzes von 4 bis 5 Prozent an.

Markengeschäft profitiert vom Erfolg der Marke Leifheit

Der Umsatz im Markengeschäft, das die Aktivitäten der Marken Leifheit und Soehnle umfasst, stieg im Geschäftsjahr leicht an und erreichte zum Jahresende 196,7 Millionen Euro im Vergleich zu 195,8 Millionen Euro im Vorjahr. Die Entwicklung des Segments wurde getragen vom anhaltenden Wachstum der Reinigungs- und Wäschepflegeprodukte der Marke Leifheit. Wesentliche Beiträge leisteten zum Beispiel die 2017 neu eingeführte Leifheit LinoProtect-Wäschespinne mit Dach und die Leifheit Care & Protect-Produkte für die Pflege von Holzböden, aber auch das bereits seit einigen Jahren erfolgreich etablierte Leifheit Click-System. Darüber hinaus stieg der Umsatz im Vertriebskanal E-Commerce erneut mit einem Plus von zehn Prozent kräftig an. Der Anteil des Markengeschäfts am Konzernumsatz legte weiter auf 83,1 Prozent (2016: 82,6 Prozent) zu.

Das deutliche kleinere Volumengeschäft, das durch einen hohen Anteil an Aktions- und Projektgeschäften charakterisiert und stark auf einzelne Märkte und Kunden fokussiert ist, erreichte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 40,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zu 41,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem auf ein geringeres Geschäftsvolumen in Frankreich zurückzuführen. Hier fehlte bei verschiedenen Verbrauchermärkten Volumen für die Küchenprodukte von Birambeau sowie für die Wäschepflegeprodukte von Herby. Im Gegensatz hierzu konnten der Umsatz im Volumengeschäft in Deutschland deutlich ausgebaut werden.

Das EBIT ging gegenüber Vorjahr um 3,3 Millionen Euro zurück auf 18,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte im Berichtsjahr 8,0 Prozent und lag damit unter der im Vorjahr erzielten Marge von 9,3 Prozent. Das um das Fremdwährungsergebnis bereinigte EBIT nahm um 1,5 Millionen Euro ab und lag bei 20,3 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 8,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 9,2 Prozent. Nach Abzug der Steuern erzielte der Leifheit-Konzern ein Periodenergebnis in Höhe von 12,9 Millionen Euro (2016: 14,5 Millionen Euro).

Zum 31. Dezember 2017 wies Leifheit eine Konzernliquidität in Höhe von 57,2 Millionen Euro aus. Der Rückgang der Liquidität um 12,3 Millionen Euro ist hauptsächlich auf einen um 14,6 Millionen Euro reduzierten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sowie auf die erhöhte Dividende inklusive der Sonderdividende für das Geschäftsjahr 2016 zurückzuführen. Das Eigenkapital erreichte zum 31. Dezember 2017 eine Höhe von 98,5 Millionen Euro und fiel damit um 6,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote lag damit zum Ende des Geschäftsjahres 2017 bei 43,8 Prozent. Sie hatte zum Bilanzstichtag 2016 bei 43,7 Prozent gelegen.

„Wir haben unsere Strategie ,Leifheit 2020' weiter geschärft"

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung schlägt der Vorstand der Leifheit AG der kommenden Hauptversammlung am 30. Mai eine konstante Basisdividende für das abgelaufene Jahr in Höhe von 1,05 Euro je Aktie vor. Die Dividendenhöhe berücksichtigt dabei die gegenüber dem Vorjahr verdoppelte Anzahl der Aktien aufgrund der Ausgabe von sogenannten Gratisaktien im Juni 2017.

„Wir sind gut in das Jahr 2018 gestartet. Auch im laufenden Jahr werden wir uns wieder mit innovativen und verbraucherorientierten Produkten am Markt positionieren. Diese sind zentrale Voraussetzung zur Erreichung unseres nachhaltigen Wachstums. Gleichzeitig haben wir unsere Strategie ,Leifheit 2020' weiter geschärft, zum Beispiel bei der Fokussierung auf Kanäle und Sortimente. Im Wesentlichen wollen wir jedoch die Chancen der Digitalisierung in vielen Bereichen deutlich stärker nutzen als bisher," ergänzt Thomas Radke.

EBIT zwischen 17 und 18 Millionen Euro erwartet - weitere Umsetzung wichtiger Zukunftsprojekte in 2018

Der Vorstand der Leifheit AG erwartet, im laufenden Jahr wieder an den langfristigen Wachstumskurs des Unternehmens anknüpfen zu können. Er rechnet damit, dass die Umsatzerlöse im Konzern um etwa 4 bis 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen werden. Im Markengeschäft wird ein Umsatzplus von rund 5 bis 6 Prozent erwartet. Für das kleinere und volatilere Volumengeschäft, das unter Profitabilitätsgesichtspunkten geführt wird, plant der Vorstand für 2018 mit einem Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2017. Beim EBIT wird von einem Wert von etwa 17 bis 18 Millionen Euro ausgegangen. Die wesentlichen Einflussfaktoren der erwarteten EBIT-Entwicklung sind zum einen prognostizierte Materialpreissteigerungen und negative Währungseffekte in den Herstellkosten. Zum anderen hat der Vorstand aus der Analyse des letzten Geschäftsjahres strategische Projekte abgeleitet, die es ermöglichen, mittelfristig die Wachstumschancen der Digitalisierung besser zu nutzen, Produktkategorien auszubauen und gleichzeitig die künftige Profitabilität nachhaltig zu verbessern. Die Kosten dieser Projekte werden durch Optimierungen und Einsparungen nur teilkompensiert. Foto: Leifheit AG


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